Diese 5 Punkte gehören in jede Cloud-Strategie.

Keine digitale Transformation ohne Cloud-Strategie. Das müssen Sie beachten.

 

Von Roland Jung | 03.04.2017

 

Der digitale Wandel holt früher oder später jedes Unternehmen ein. Wichtig ist, dass Sie die interne Digitalisierung aktiv mitgestalten und eine klare Cloud-Strategie verfolgen. Diese fünf Punkte für eine erfolgreiche digitale Transformation gehören in Ihre Strategie: der Zeitpunkt, das Cloud-Modell, die Organisationsstruktur, die Cloud-Lösung und der Provider.

Von Wirtschaft 4.0 über das Internet der Dinge bis hin zu Big Data: Die Digitalisierung ist unbestritten auf dem Vormarsch und hat einen grossen Einfluss darauf, wie wir leben und wirtschaften. Sie verändert in einem atemberaubenden Tempo ganze Branchen und stellt die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Wer im gesättigten Markt wettbewerbsfähig bleiben will, muss mithalten können und den digitalen Wandel im Unternehmen aktiv mitgestalten.

Die Unternehmens-IT im Fokus

 

Die digitale Revolution fordert vor allem die IT-Abteilung eines Unternehmens: Neue Prozessabläufe, die Interaktion zwischen Mensch und System oder auch mobile Geräte verlangen nach innovativen Services, die sich jederzeit an veränderte Geschäftsanforderungen anpassen lassen. Plötzlich wird von der IT verlangt, dass sie als moderner und flexibler Innovator agiert.
 

Viele IT-Abteilungen, vor allem jene von kleinen und mittleren Unternehmen, können diesen zusätzlichen Anforderungen durch den Digitalisierungstrend kaum gerecht werden. Sie verfügen über eine zu kleine Abteilung und begrenzte Ressourcen. Um dennoch nicht an der notwendigen Transformation zu scheitern, lohnt es sich für KMU, IT-Dienstleister zu nutzen, die sich mit den Anforderungen der Digitalisierung auskennen und Cloud-Strategien professionell umsetzen können.

Das Herzstück der Digitalisierung: die Cloud

 

Die digitale Transformation in einem Unternehmen setzt eine flexible und dynamische Informatik voraus. Cloud Computing bietet die idealen Voraussetzungen dazu. Cloud-Lösungen haben viele Vorteile gegenüber traditionellen IT-Landschaften, wie zum Beispiel auf den Franken genau budgetierbare Kosten oder eine flexible Nutzung (eine Übersicht über die Cloud-Vorteile finden Sie hier). Mit umfassenden Cloud Services wie 360° desktop der Bechtle Steffen können KMU sich wieder voll und ganz auf ihre Kernkompetenz konzentrieren und die IT auf die Entwicklung von businessrelevanten Prozessen ausrichten.

 

Um einen echten Mehrwert für das Unternehmen zu generieren, ist es unerlässlich, eine Cloud-Strategie zu entwickeln. Nachfolgend die fünf wichtigsten Punkte:

 

1. Der richtige Umsetzungszeitpunkt

Geht es um die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Umsetzung der Cloud-Strategie, kann die Sicht nach innen und nach aussen helfen. Interne Fragestellungen: Ist das Unternehmen bereit für diesen Schritt? Wann ist der beste Zeitpunkt, gibt es eine passende Saison? Externe Sichtweise: Wo steht die Branche? Welche Trends sind zu erwarten, wie entwickelt sich der Markt?
 

Klären Sie die Frage, in welcher Schnelligkeit die Cloud-Infrastruktur im Unternehmen umgesetzt werden kann und wann der optimale Zeitpunkt für die Planung, Migration und die Inbetriebnahme ist. Obwohl die Cloud das Unternehmen als Ganzes betrifft, ist, wie bereits erwähnt, hauptsächlich die IT-Abteilung damit konfrontiert. Sie muss die Veränderung mittragen und ermöglichen. Die nötigen Ressourcen müssen bereit sein. Hier gilt es, Folgendes zu klären: Welche Unternehmensziele sollen erreicht werden? Welche Geschäftsprozesse werden dadurch tangiert? Welche Chancen/Gefahren bietet die Digitalisierung für das Unternehmen?

 

2. Das ideale Cloud-Modell

Die Cloud Services lassen sich aufgrund der Bereitstellung grob in drei Varianten unterteilen:

 

Public Cloud: flexibel und kostengünstig

Die Public Cloud ist ein Angebot, das von einem über das Internet erreichbaren Provider für jeden zugänglich gemacht wird. Verschiedenste Kunden teilen sich dabei eine virtualisierte Infrastruktur und können klassische IT-Leistungen wie Anwendungsprogramme, Rechenleistung oder Speicherplatz nach Bedarf auswählen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Unternehmen können auf die Anschaffung von Hard- und Software verzichten und müssen sich nicht um die Verwaltung der IT kümmern.
 

Der Bezug von IT-Leistungen aus der Public Cloud erlaubt Unternehmen ein flexibles Arbeiten. Die gebuchten Services lassen sich je nach Bedarf erweitern oder reduzieren. Auch kann vermehrt vom Skaleneffekt profitiert werden. Der Provider hostet und verarbeitet die Services von sämtlichen Kunden auf derselben standardisierten Infrastruktur. Für ihn führt das zu einer besseren Auslastung und die Nutzer teilen sich die gleichen Ressourcen. Durch diesen Skaleneffekt kann der Provider die Infrastruktur und Anwendungen sehr kostenattraktiv zur Verfügung stellen.
 

Für die Erarbeitung einer passenden Cloud-Strategie ist wichtig zu wissen, dass der Nutzer auf den Ort und die Art der Datenhaltung sowie auch auf die Sicherheitsaspekte und die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien (Compliance) keinen Einfluss hat.

 

Private Cloud: individuell und sicher

Aus technischer Sicht besteht zwischen Public und Private Cloud kein Unterschied. Im Gegensatz zur Public Cloud ist die Private Cloud aber nicht öffentlich. Das heisst, dass das Cloud-Management innerhalb des Unternehmens abgewickelt wird. Der Zugang, der meist über das Intranet bzw. über eine private Netzwerkverbindung erfolgt, beschränkt sich auf Mitarbeiter sowie autorisierte Geschäftspartner. Auch betreut der Provider die Server der Kunden in hochsicheren Rechenzentren. Das schützt sensible Firmendaten und Unternehmensanwendungen noch besser vor unbefugtem Zugriff.

Generell bieten Private Clouds dem Nutzer und Anbieter mehr Kontrolle sowie einen besseren Ausfallschutz. Durch die hohen Sicherheitsstandards und die Exklusivität hat der Provider jedoch mehr Aufwand, was sich auf den Preis auswirkt.

 

Hybrid Cloud: attraktiv und vielfältig

Eine interessante und gefragte Alternative, welche bei der Erstellung der Cloud-Strategie unbedingt auch geprüft werden sollte, ist die Hybrid Cloud. Die Variante erfreut sich auf dem Markt zunehmender Beliebtheit. Sie ist eine Mischform aus Public und Private Cloud und einer traditionellen IT-Umgebung.

Das Unternehmen entscheidet in einem ersten Schritt, welche Software und Daten in die Public respektive Private Cloud wandern. So laufen später unproblematische Services über das Internet öffentlicher Dienstleister, während kritische Anwendungen und Daten im Unternehmen betrieben und verarbeitet werden.


Mit dem hybriden Cloud-Modell kann der Endkunde die Kosteneffekte der Public Cloud mit der Individualität und den Sicherheitsvorteilen der Private Cloud verbinden.

 

3. Das passende Cloud-Management

Ist in der Cloud-Strategie das Cloud-Modell definiert, muss entschieden werden, wie das Cloud-Management aussehen soll. Je nach Modell kommt es zu mehr oder weniger neuen Aufgabengebieten, die betreut werden müssen. Auch kann es sein, dass sich das interne IT-Team Fachwissen über das Cloud-Management aneignen muss. Die Erfahrung zeigt aber, dass es keine IT-Fachkraft im Unternehmen benötigt, wenn der Cloud Provider umfassende Services und Support bietet.
 

Viele Unternehmen nutzen die dadurch freigestellten IT-Ressourcen anderweitig und besser: Sie investieren die gewonnene Zeit und das IT-Personal ausschliesslich in die Weiterentwicklung Ihres Business und nicht mehr in die aufwändige Instandhaltung der eigenen IT-Infrastruktur.
 

Stellen Sie sich folgende Fragen: Soll IT-Know-how an das Unternehmen gebunden werden oder soll die IT komplett von einem Dienstleister übernommen werden? Gibt es Entwicklungspotenzial für die freien Ressourcen? Welche businessrelevanten IT-Aufgaben sollen angegangen werden?

 

4. Die optimale Cloud-Lösung

Die Cloud-Lösung beschreibt die Bezugstiefe, in welcher ein Service bezogen wird. Soll nur die Infrastruktur, einzelne Software oder der gesamte IT-Arbeitsplatz mitsamt allen Geräten als Service bezogen werden? Die Wahl der optimalen Lösung hängt natürlich von den Anforderungen des Unternehmens ab. Der Markt bietet drei unterschiedliche Bezugsvarianten: Infrastructure as a Service, Software as a Service und Desktop as a Service. Es gibt aber auch die Möglichkeit, nur einzelne Services zu beziehen. Mehr zu den unterschiedlichen Cloud-Lösungen 
 

 

5. Der professionelle Cloud-Partner

Rund um die Infrastruktur, Software und Services aus der Cloud hat sich ein breiter Markt entwickelt. Doch sollte bei der Erstellung der Cloud-Strategie berücksichtigt werden, dass sich nicht alle Cloud-Anbieter gleich gut für jedes Unternehmen eignen. Unterschiede gibt es z.B. hinsichtlich des Angebots und der Servicetiefe. Auf der einen Seite stehen die fixfertigen Cloud-Lösungen von weltumspannenden Anbietern wie Microsoft, Amazon, Google etc. Diese Services bieten einen schnellen Einstieg und standardisierte Lösungen. Auf der anderen Seite der Skala positionieren sich Cloud-Provider wie die Bechtle Steffen, die individuelle Lösungen in einem Schweizer Datacenter bieten.
 

Welche Seite der Skala beziehungsweise welcher Partner soll es sein? Diese Frage beantwortet die Strategie. Deshalb ist es wichtig, dass Sie aktiv eine Strategie verfolgen und mit einem Cloud-Partner zusammenarbeiten, der diese Strategie bedingungslos umsetzen kann.

Roland Jung

Der Autor und Cloud-Profi

 

Als Leiter Cloud Sales mit über 25 Jahren Erfahrung in der IT-Branche, geniesst Roland Jung den Ruf als Spezialist in den Bereichen Cloud Computing, Datacenter und IT Outsourcing-Lösungen. In seinem privaten Umfeld ist er bekannt als leidenschaftlicher „Zürisee-Böötler“ und „Grill Master der Extraklasse“. Aber egal ob geschäftlich oder privat – er ist immer für einen Spass zu haben.

 

Roland Jung

Verkaufsleiter Cloud Solution