Coop.

Disaster Recovery für zwei Rechenzentren und Tausende virtuelle Maschinen.

Coop geriet mit der bisherigen Disaster-Recovery-Lösung in einen Engpass. Mit Zerto Virtual Replication fand die Coop eine flexible, einfach bedienbare und technisch raffinierte Lösung zum Schutz der zahlreichen Applikationen und Datenbestände in den zwei Rechenzentren.

AUSGANGSsituation.

«Coop wächst und ist auf schnelles Wachstum angewiesen», sagt Michel Rodel, Leiter des Infrastrukturteams «Unix Solutions» der Coop. Das Unternehmen hat deshalb seine vSphere-basierte Virtualisierungsinfrastruktur standardisiert und modernisiert,um die Flexibilität der IT zu stärken und die Komplexität zu reduzieren. Coop unterhält zwei Rechenzentren in Basel und Bern und suchte seit Längerem eine Disaster-Recovery-Lösung, die flexibler einsetzbar sein soll als die bisherige DR-Umgebung, die auf dem Site Recovery Manager (SRM) von VMware basiert.

«Mit SRM hatten wir keine grosse Flexibilität. Aufgrund der Distanz zwischen den Rechenzentren mussten wir eine Aktiv-Passiv-Konfiguration wählen und schützten diese durch asynchrone Storage-Replikation mit einer Roundtrip-Zeit von 1,5 Millisekunden – das bereitete uns merkliche Schmerzen», führt Rodel aus. Dies gilt wohl vor allem im Hinblick darauf, dass die All-Flash-Storage-Infrastruktur bei Coop Zeiten von unter einer Millisekunde leistet. Dazu kommt, dass mit der bisherigen Lösung nur die wichtigsten Systeme geschützt waren.

 

projektziele.

Das Ziel war, mit dem Disaster-Recovery-Plan die beiden Rechenzentren künftig komplett abzusichern. Als zusätzliche Sicherung werden auch in Zukunft Tape-Backups alle sieben Tage erstellt. Die Zeit dazwischen wird von Zerto abgedeckt. Dafür hat Coop 2017 die Backup-Software erneuert und eine neue Tape-Library angeschafft.

 

vorgehensweise.

Bereits 2016 gelangte Coop an Bechtle Steffen, um die Zukunft seiner Disaster-Recovery-Strategie zu planen und eine neue DR-Lösung zu evaluieren. Coop erstellte zusammen mit Bechtle Steffen das Pflichtenheft und eine Ausschreibung mit anfangs vier Kandidaten. Aus der Ausschreibung kamen letztlich zwei Lösungen in die engere Wahl: Ende 2017 wurde mit Zerto Virtual Replication und einer anderen Lösung je ein Proof-of-Concept (PoC) gebaut und anhand eines detaillierten Anforderungskatalogs getestet. «Den Zerto-PoC haben wir innert eines halben Tages aufgesetzt», erinnert sich der bei Bechtle Steffen zuständige Senior Systems Engineer Dario Dörflinger. Am Tag darauf wurde die Zerto-Umgebung konfiguriert, danach konnte mit der Synchronisierung der Daten begonnen und die ausführlichen Tests durchgeführt werden. Die Lösung erfüllte alle gestellten Anforderungen zur besten Zufriedenheit, und Coop entschied sich nach den Tests für Zerto.

 

lösung.

Zerto Virtual Replication erlaubt die Automatisierung von Implementierung und Verwaltung sowie von Tests des Disaster-Recovery-Plans für virtualisierte Umgebungen. Die hauseigene Technologie von Zerto verlagert die Replikation und Wiederherstellung auf die Hypervisor-Ebene – im Vergleich zu Storage- und LUN-basierten DR-Lösungen deutlich flexibler, kostengünstiger und besser steuerbar, verspricht der Hersteller.

Die Erfahrungen von Coop zeigen, dass das Versprechen eingehalten wird: «Zerto spielt für uns eine Schlüsselrolle. Die Lösung reduziert die Komplexität und macht unsere IT-Umgebung flexibler. Ausschlaggebend für den Entscheid waren die einfache Installation, die einfache Bedienung, die Produktqualität und die Skalierbarkeit», resümiert Michel Rodel.

 

Geschäftsnutzen.

Dank der heute eingesetzten Lösung kann Coop Workloads sehr einfach über 130 Kilometer von einem Rechenzentrum ins andere verlagern. Zerto vermindert die Komplexität in verschiedenen Aspekten: Statt auf der LUN-Ebene wird nun auf dem Datastore Virtual Disk-Niveau repliziert: «Wir können nun so dynamisch replizieren, wie wir uns dies wünschen», sagt Rodel. Und verschiedene Services können in einer Virtual Replication Group (VPG) zusammengefasst werden, was die Handhabung erleichtert.

Failovers erfolgten früher über einen gesamten Cluster, neu jedoch flexibler und weniger komplex auf VPG-Ebene. «Kurz: Unsere IT-Abteilung kann sich mehr auf Design und Architektur konzentrieren und muss sich weniger um Services und Support kümmern.» Überzeugt hat auch der Support durch den Hersteller. Bereits beim Proof-of-Concept stand ein Spezialist von Zerto mit Rat und Tat zur Seite. Und auf Supportanfragen, auch wenn sie mit niedriger Priorität gestellt werden, reagiert Zerto innert Minuten. Als Erstes schützt die Zerto Virtual Replication heute die Applikationen am Coop-Hauptsitz, künftig auch die vHANA-Umgebung. Aktuell sind 2800 virtuelle Maschinen abgedeckt.

Mit seiner Continuous-Data-Protection-Funktionalität erstellt Zerto zudem zahlreiche Checkpoints, ohne die Performance zu beeinträchtigen. Dies garantiert minimalen Datenverlust im Fall von Fehlern wie Datenkorruption oder fehlerhaften Updates und Upgrades. Die ersten Zahlen seien eindrücklich, hält Rodel fest: Mit einem RPO von wenigen Sekunden in den ersten 15 Minuten und einem RTO von 2,31 Minuten bringe Zerto bei Coop sehr deutliche Vorteile gegenüber der bisherigen Lösung. Früher habe man alle 24 Stunden ein Backup gehabt, heute alle 15 Minuten. Einen Wunsch für die Zukunft hat Michel Rodel: «Es wäre grossartig, Zerto auch für die langfristigen Backups nutzen zu können. Momentan haben wir dafür noch eine andere Lösung, da wir auf Tape-Support angewiesen sind.» Denn Tape ist für Coop aus Kostengründen nach wie vor strategisch.

 

Am Projekt beteiligt, von links nach rechts: Christian Hunziker (Bechtle Steffen), Nicole Fink, Michel Rodel (beide Coop), Dario Dörflinger (Bechtle Steffen), Tobias Buchter (Coop),Johan van den Boogaart (Zerto)

 

«Zerto Virtual Replication spielt für uns eine Schlüsselrolle. Die Lösung reduziert die Komplexität und macht unsere IT-Umgebung flexibler.»

Michel Rodel, Leiter Coop Unix Solutions

Partner

Ausführliche Referenz.

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