Spital Uster.

Spital Uster.

Das Spital Uster ist das vernetzte und leistungsfähige Diagnose- und Therapiezentrum des Zürcher Oberlandes und des Glattales. Mit einem gut ausgebildeten Ärzte-, Therapeuten- und Pflegeteam sowie einer modernen Infrastruktur stellt die Einrichtung die medizinische Grundversorgung für 172.000 Menschen sicher. Jährlich werden über 60.000 stationäre und ambulante Patientinnen und Patienten behandelt, gepflegt und betreut. Zudem erblicken jedes Jahr bis zu 900 Säuglinge im Spital Uster das Licht der Welt. Mit rund 1.300 Mitarbeitenden ist das Spital heute der grösste Arbeitgeber der Stadt Uster.

Projektdaten.

Logo Spital Uster
  • Server & Storage
  • Virtualization
  • Pharma / Gesundheitswesen
  • 250 > 1.500 Mitarbeiter

Ausgangssituation.

 

Die Ärzte, Pflegekräfte und Verwaltungsmitarbeiter nutzen für ihre täglichen Aufgaben eine Vielzahl von IT-Anwendungen – vom zentralen Krankenhausinformationssystem bis hin zu speziellen Applikationen für die Physiotherapie „Digitale Technologien helfen uns heute in vielen Bereichen, Arbeitsabläufe zu optimieren und die Qualität der Patientenversorgung weiter zu verbessern“, sagt Oliver Ernst, Leiter Informatik im Spital Uster. „Unser Ziel als IT-Abteilung ist, jeden Mitarbeiter im Alltag so gut wie möglich zu unterstützen, damit er sich ganz auf seine Arbeit mit den Patienten konzentrieren kann.“

 

Herausforderung: Sicherer und schneller Zugriff auf den digitalen Arbeitsplatz.

 

Allerdings wurde die Digitalisierung von Arbeitsprozessen zunehmend von der vorhandenen IT-Umgebung ausgebremst. „Unsere vorhandene Fat Client-Infrastruktur war bereits in die Jahre gekommen und konnte mit den neuen Anforderungen nicht mehr Schritt halten“, erklärt Martin Hossli, stellvertretender IT-Leiter im Spital Uster. Viele PCs boten nicht mehr genügend Performance für neueste Anwendungen, lange An- und Abmeldezeiten verzögerten Wechsel zwischen verschiedenen Endgeräten und ein IT-Zugriff von ausserhalb des Spitals war nur sehr eingeschränkt möglich.

 

Das Spital Uster suchte daher eine Strategie für die Modernisierung der rund 800 IT-Arbeitsplätze. Die Verantwortlichen wollten dabei flexible Zugriffsmöglichkeiten für die Anwender mit möglichst geringem Administrationsaufwand verbinden. „Zunächst favorisierten wir eine klassische VDI-Lösung und planten, unseren Anwendern personalisierte virtuelle Desktop über das Rechenzentrum zur Verfügung zu stellen“, sagt Oliver Ernst. „Im Rahmen der Ausschreibung präsentierte dann allerdings Bechtle Steffen ein Lösungskonzept, das noch besser zu unseren Anforderungen passte.“

 

Der IT-Dienstleister empfahl dem Spital Uster, eine Hosted Desktop Infrastructure (HDI) auf Basis von Citrix Virtual Apps and Desktops und HPE Moonshot zu implementieren. Alle Komponenten für die zentrale Bereitstellung von Desktops und Applikationen sind bei dieser Lösungsarchitektur in einem schlüsselfertigen All-in-One-System integriert. HPE Moonshot bietet in einem kompakten Gehäuse mit 4,3U-Formfaktor Platz für 45 Hot-Plug-fähige Server-Cartridges mit Quad-Core-Prozessoren und SSDFlash-Speicher. Diese teilen sich die redundanten Switches, Lüftermodule und Netzteile des Chassis.

Hohe Benutzerdichte und niedriger Administrationsaufwand.

 

Im Gegensatz zu einer klassischen VDI-Infrastruktur laufen die Workloads in der Moonshot-Architektur direkt auf Bare-Metal-Hardware. Dies bietet grosse Vorteile für Benutzerdichte, Performance und Energiebedarf. Mit Citrix Virtual Apps and Desktops arbeiten derzeit rund 20 Benutzer gleichzeitig auf einer Server-Cartridge.

 

Integrierte Grafikprozessoren sorgen dafür, dass auch grafikintensive Anwendungen performant ausgeführt werden. Der Stromverbrauch pro Arbeitsplatz ist dabei minimal: Die Moonshot-Architektur zeichnet sich durch eine hohe Energieeffizienz aus – und auf Clent-Seite können klassische PCs durch sparsame Thin Clients ersetzt werden. Gleichzeitig reduziert sich die Komplexität für die IT, da sie keine Virtualisierungsschicht und keinen separaten Storage für die Desktops und Applikationen verwalten muss.

 

Citrix-Infrastrukturkomponenten wie Provisioning Services und Lizenz-Server sind ebenfalls direkt in die Moonshot-Architektur integriert. „Das Lösungskonzept begeisterte uns auf Anhieb“, sagt Martin Hossli. „Bevor wir eine endgültige Entscheidung trafen, wollten wir aber zunächst erste praktische Erfahrungen sammeln.“ Das Spital Uster stellte daher eine komplette Pflegestation sowie weitere Benutzer aus anderen Abteilungen auf die HDI-Infrastruktur um und liess die Benutzer zwei volle Monate mit der Lösung arbeiten.

Die Arbeitswelt im Spital wird in Zukunft noch digitaler und noch mobiler werden. Mit der Kombination von Citrix und HPE Moonshot können wir allen Benutzern flexible, ortsunabhängige Arbeitsplätze zur Verfügung stellen – und diese mit unserem kleinen IT-Team effizient managen.

 

Martin Hossli, Stellvertretender Leiter Informatik

Anwender schätzen die flexiblen Zugriffsmöglichkeiten.

 

Auch im Produktivtest konnte die gemeinsame Lösung von Citrix und HPE überzeugen. Der grösste Mehrwert aus Sicht der Anwender: Ihr digitaler Arbeitsplatz ist nun wirklich mobil und nicht mehr an einen bestimmten Rechner gebunden. Ärzte und Pflegekräfte können sich mit der Citrix Workspace App an den HP Thin Clients oder an jedem anderen Endgerät anmelden und haben sofort Zugriff auf ihren Benutzer-Desktop mit allen Applikationen. Umständliche Anmeldevorgänge entfallen, da auch eine berührungslose Authentifizierungslösung auf Basis von Imprivata OneSign integriert wurde.

 

Die Benutzer können sich so einfach mit ihrem Mitarbeiter-Badge an jedem Arbeitsplatz anmelden und müssen nicht immer wieder Benutzername und Passwort eingeben. Dadurch sind schnelle Arbeitsplatzwechsel und Benutzerwechsel an gemeinsam genutzten Rechnern möglich. Auch das Schliessen und erneute Öffnen von Anwendungen entfällt: Die Benutzer-Session bleibt auf den Citrix-Servern stets geöffnet und folgt dem Anwender an jeden Ort. „Das Follow-Me-Konzept kam bei unseren Anwendern hervorragend an, da sie dadurch wertvolle Zeit sparen“, sagt Oliver Ernst. „Sogar die nächstgelegenen Drucker werden dem Anwender beim Arbeitsplatzwechsel automatisch zugewiesen.“

 

Sehr zufrieden waren die Testanwender zudem mit der Performance der zentral bereitgestellten Applikationen. Auch hochauflösende Bilder und Videos liessen sich an jedem Arbeitsplatz sehr gut darstellen – dank des performanten Citrix HDX-Protokolls und der integrierten Grafikprozessoren der Moonshot-Lösung.

Schnelle Anwendungsbereitstellung für alle Arbeitsplätze.

 

Das siebenköpfige IT-Team im Spital Uster konnte sich im Testbetrieb ein Bild von der einfachen Administration der Lösung machen. „Wir pflegen nur noch eine vDisk im Rechenzentrum, die alle Applikationen unserer Benutzer enthält und über Citrix Provisioning Services bereitgestellt wird. Daher müssen wir Software-Updates nur noch einmal installieren und können sie per Knopfdruck an allen Arbeitsplätzen zugänglich machen“, so Martin Hossli.

 

Der Zugriff auf die Applikationen wird über AppLocker und weitere Gruppenrichtlinien von Microsoft gesteuert. Mit Microsoft App-V werden die Anwendungspakete dann den jeweiligen Benutzer-Sessions zugewiesen. Die IT hat damit volle Kontrolle darüber, welche Anwendungen in welchen Versionen an welchem Arbeitsplatz ausgeführt werden. Der Citrix Director gibt den IT-Mitarbeitern zudem einen vollständigen Überblick über den Zustand der Infrastruktur und erleichtert es, Probleme in User-Sessions zu identifizieren und zu beheben.

 

Sehr einfach gestaltet sich auch die Administration der Moonshot-Hardware im Rechenzentrum. Server-Cartridges und andere Komponenten können einfach im laufenden Betrieb ausgetauscht werden. Auch Erweiterungen sind jederzeit möglich, wenn die Kapazitäten der Lösung an ihre Grenzen stossen. So kann das Spital Uster zum Beispiel zusätzliche Server-Cartridges einbauen, um auch dedizierte Desktops für Benutzer mit speziellen Anforderungen zentral bereitzustellen.

Rollout in mehreren Phasen.

 

Nach den positiven Erfahrungen des Testbetriebs entschied sich das Spital Uster, das neue Workspace-Konzept flächendeckend auszurollen. Gemeinsam mit dem Partner Bechtle Steffen wurden zwei Moonshot-Systeme in den beiden Serverräumen installiert, um möglichst hochverfügbaren Betrieb zu gewährleisten. Schritt für Schritt wurden die einzelnen Abteilungen auf die neue Infrastruktur umgestellt – angefangen mit den Pflegestationen, die am meisten von dem flexiblen Arbeitsplatzkonzept profitieren.

 

„Wir haben in dieser Transformationsphase von Anfang an versucht, die Anwender mitzunehmen, und zum Beispiel „Walk-In-Events“ veranstaltet“, berichtet Oliver Ernst. „Dabei konnten die Mitarbeiter die neuen Arbeitsplätze ausprobieren und wir demonstrierten den Beschäftigten unter anderem, wie sie mit ihrem Badge sofort von einem Stationsrechner zu einem anderen wechseln können.“

Mobiles Arbeiten – ohne Kompromisse bei der Sicherheit.

 

Viel Rückendeckung bekam die IT-Abteilung während des Projekts auch von der Spitalleitung. Diese begrüsste, dass nicht nur flexible Zugriffsmöglichkeiten geschaffen wurden, sondern auch einheitliche Standards für Sicherheit und Datenschutz. Es gibt heute beispielsweise keine „Sammel-Accounts“ an gemeinsam genutzten Stationsrechnern mehr. Jeder Anwender meldet sich heute mit seinem persönlichen Badge an seinem Arbeitsplatz an – und die Session wird nach wenigen Minuten automatisch gesperrt, wenn er diesen wieder verlässt.

 

Umfassend abgesichert ist auch der Remote-Zugriff auf die interne IT. Via Citrix Gateway können etwa Ärzte im Bereitschaftsdienst von zu Hause auf ihren Benutzerarbeitsplatz zugreifen. Die Citrix-Lösung verschlüsselt dabei die gesamte Kommunikation und verhindert, dass Patientendaten im Home Office ausgedruckt oder lokal gespeichert werden. Beim Einsatz mobiler Endgeräte gibt es ebenfalls keine Kompromisse in puncto Datensicherheit. Mittlerweile nutzen einige Mitarbeiter des Spitals iPads und iPhones, um auf ihre E-Mails, Termine und Anwendungen zuzugreifen.

 

Die IT-Organisation verwaltet diese Geräte mit Citrix Endpoint Management und stellt damit sicher, dass die Anwender nur freigegebene Apps installieren können. Anwendungen wie der E-Mail-Client Citrix Secure Mail laufen zudem in geschützten Containern auf dem Mobilgerät – strikt getrennt von den privaten Apps des Benutzers. Die IT-Verantwortlichen sehen sich damit für zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt: „Die Arbeitswelt im Spital wird in Zukunft noch digitaler und noch mobiler werden“, sagt Martin Hossli.

 

„Mit der Kombination von Citrix und HPE Moonshot können wir allen Benutzern flexible, ortsunabhängige Arbeitsplätze zur Verfügung stellen – und diese mit unserem kleinen IT-Team effizient managen.“ „Wir sind mit den bisherigen Ergebnissen der Strategie sehr zufrieden“, ergänzt Oliver Ernst. „Entscheidend für den Erfolg war sicherlich auch, dass unser Partner Bechtle Steffen sehr viel Know-how einbrachte und uns bei der Planung und Umsetzung umfassend unterstützte.“

Partner.

 

     

Ausführliche Referenz.

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